Überleben in Coronazeiten - für Vereine eine Herausforderung

Veröffentlicht: Dienstag, 14. April 2020 Drucken E-Mail

Winterschlaf für den Verein?

Sportvereine können keine Trainings durchführen, Spiele und Meisterschaften werden abgesagt, Generalversammlungen müssen verschoben werden. Passiert nun nichts mehr?

Zauberwort Resilienz

Im Blogbeitrag vom 17. Februar 2018, als zwei Jahre vor Corona, habe ich bereits über das Thema Resizlienz geschrieben. Und meine Beobachtungen scheinen meine damaligen Überlegungen zu stützen.

Vereine, welche sich im Vorfeld bereits Gedanken zu schwierigen Situationen gemacht haben, können darauf zurückgreifen. Die Vorstände und Funktionäre sind nicht gewzungen, jetzt alles neu zu erfinden. Ein paar praktische Beispiele aus der Praxis.

Erreichbarkeit

Wenn alle Mitglieder über eine zentrale Drehscheibe auf elektronischem Weg erreichbar sind, ist in der Kommunikation rascher. Wenn mehrere Kanäle offen sind, kann bei Ausfall eines Systems auf ein anderes gewechselt werden. Dass dabei natürlich der Datenschutz zu beachten ist, versteht sich von selbst. Adresslisten im öffentlichen Bereich einer Vereinswebseite sind da nicht dienlich. Aber wenn es einen geschützten, internen Bereich gibt, können alle Mitglieder miteinander in Kontakt treten. Gibt es gar eine Forumfunktion, kann auch eine mulitlaterale Kommunikation geführt werden. Etwas, das in Zeiten, in denen man sich nicht persönlich treffen kann, wichtig ist.

Geänderte Pläne

Vorstand und Funktionäre müssen das Tätigkeitsprogramm den gegebenen Umständen anpassen. Gute Kenntnisse der Abläufe helfen hier rasch und fundiert zu entscheiden. Und da nicht immer alle alles wissen können, sind Handbücher, Checklisten, usw. hilfreich.

Diese Änderungen müssen dann zielgruppengerecht rasch kommuniziert werden. Und hilft, was im Abschnitt Erreichbarkeit steht.

Reduktion der Risiken

Je höher die Ungewissheit, um so höher das Risiko. Der Vorstand hat darum die Aufgabe, mögliche neue Risiken in einer Krisenzeit zu identifizieren und entsprechende Massnahmen abzuleiten. Es liegt jetzt natürlich auf der Hand, dass zum Beispiel für geplante Anlässe die Verträge fristgerecht gekündigt werden. Aber es gibt je nach Organisation eine Reihe neuer Risiken, welche angegangen werden müssen.

Kein Winterschlaf

Wenn es vielleicht die Mitglieder auch gemächlich angehen können, weil keine Trainings mehr stattfinden. Hingegen sind Vorstand und Funktionäre gefordert, den Verein am Leben zu halten. Alles andere als Winterschlaf, eher schon Hochbetrieb. Damit dies gut überstanden werden kann, braucht es auch eine persönliche Resilienz.

In diesem Sinne wünsche ich allen Vereinsfunktionären und Helfern zuerst einmal gute Gesundheit und eigene Resilienz.

 

Nachtrag:

In der Neuen Zürcher Zeitung wird das Thema Resilienz auch aktuell behandelt, mit einem Podcast "12 Geheimnisse für ein starkes Ich". Hineinhören lohnt sich.

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